Hat das elektronische Dampfen Nebenwirkungen?

Wie in so vielen Fällen, scheiden sich auch in dieser Frage die Geister. Obwohl es die elektronische Zigarette schon relativ lange gibt, hat die Wissenschaft noch so gut wie keine Langzeitstudien vorzuweisen. Bekannt sind einzig zum Beispiel die Untersuchungen der Teams um Riccardo Polosa und Dr. Farsalinos. Klar ist jedoch auf jeden Fall, dass Sie Ihre Gesundheit mit dem elektronischen Dampfen weitaus weniger Risiken aussetzen werden, als wenn Sie im selben Maße rauchen würden. So brachte eine Studie des durchaus renommierten Instituts Public Health England zutage, dass das Dampfen fast 100 % – nämlich 95!! – unschädlicher als das Rauchen normaler Tabakzigaretten ist. Und wenn das Risiko, an Krebs zu erkranken, wegen dem Tabakrauch bei 100 % liegt, sprechen wir bei der elektronischen Zigarette von einem Wert von nur 5 %.

Der Grund dafür liegt klar auf der Hand. Denn die elektronische Zigarette verbrennt keinen Tabak und auch keinerlei giftige Zusatzstoffe, wie es der herkömmliche Glimmstängel tut. Dennoch kann es sein, dass Sie vor allem am Beginn des Dampfens einige Nebenwirkungen feststellen. Da ist zum Einen der Husten, der mitunter ziemlich stark und heftig sein kann. Das liegt am Regenerationsprozess, den die Lunge nun durchläuft. Sie befreit sich nämlich von all den giftigen Substanzen, denen Sie sie in den vielen Jahren als Raucher ausgesetzt haben. Dieser Husten wird oftmals von einem trockenen Gefühl in der Nase und von Halsschmerzen begleitet. Nach ein bis zwei Wochen werden Sie aber feststellen, dass der quälende Hustenreiz und alle anderen Beschwerden gänzlich verschwunden sind – und zwar für immer! Vorausgesetzt natürlich, Sie werden nicht mehr rückfällig und bleiben bei der elektronischen Art des Dampfens. Viele Menschen, die mit dem Dampfen beginnen, klagen darüber hinaus auch über Kopfschmerzen. Vielleicht sind diese Verwender allergisch gegen Propylenglykol (PG), was sich auch in Beschwerden wie Juckreiz, Übelkeit und Schwindel äußern kann. Sollten auch Sie davon betroffen sein, können Sie diesem Phänomen ganz einfach begegnen: Wählen Sie in Zukunft eher ein Liquid, das einen kleineren Nikotinanteil aufweist. Außerdem kann es durchaus sein, dass Sie am Beginn starken Durst verspüren. Das liegt daran, dass das E-Liquid, für das Sie sich entschieden haben, mehr Propylenglykol (PG) als natürliches Glyzerin (VG) aufweist. Der Stoff entzieht Ihrem Körper eine Menge Flüssigkeit, die Sie ihm natürlich wieder zuführen müssen. Oder Sie wählen ein Liquid, das mehr VG als PG enthält. Sie erkennen es an der Auflistung der Inhaltsstoffe. Der Stoff, der als Erster genannt ist, ist auch der größten Menge enthalten. Aber das kennen Sie sicherlich schon von den Verpackungen anderer Konsumgüter. Wenn Sie einen Nichtraucher besuchen, sollten Sie in seiner Wohnung dennoch nicht dampfen. Denn Ihr Gastgeber würde passiv mitdampfen und schädliche Stoffe inhalieren. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang vor allem Formaldehyd und nanokleine Metallpartikelchen. Ihre Menge ist allerdings weit geringer als von herkömmlichen Zigaretten. Dieselbe Vorsicht sollten Sie daher auch an den Tag legen, wenn in Ihrem Haushalt kleine Kinder leben. Dampfen Sie in einem solchen Fall lieber auf dem Balkon, oder gehen Sie vor die Tür.

Obwohl der Begriff „Nebenwirkungen“ eine eher negative Bedeutung für uns hat, sehen wir bei der elektronischen Zigarette einige sehr positive Begleiterscheinungen. Wenn Sie als Raucher jedes Jahr viel Geld für ein Bleaching Ihrer Zähne ausgeben mussten, können Sie sich diese Ausgaben fortan sparen. Denn der Dampf, den die elektronische Zigarette erzeugt, wird Ihre Zähne nicht mehr verfärben, wie es der Tabakrauch tat. Ebenso wird der fade Geschmack im Mund, den Sie vor allem Morgens nach dem Aufstehen bemerkten, bald verschwunden sein. Da steht man doch viel lieber auf und stürzt sich in den Tag! Darüber hinaus sind Sie nicht mehr so kurzatmig, was sich auf Ihre alltäglichen Aktivitäten ebenfalls sehr positiv auswirken wird. Vielleicht nehmen Sie dann öfter die Treppe statt den Aufzug und geben Ihrem Leben allgemein einen etwas sportlicheren Touch. Nicht zuletzt wird sich das Dampfen auch auf Ihr Sexualleben auswirken. Denn wenn Sie einen längeren Atem haben, halten Sie auch im Bett länger durch. Vielleicht mutieren Sie gar noch zu einem Casanova, von dem die Frauen nicht genug bekommen können (das ist eher scherzhaft gemeint und etwas überspitzt gesagt)??

Weitere Nebenwirkungen positiver Natur werden Sie an Ihrer Kleidung feststellen, die nun nicht mehr nach kaltem Rauch riecht. Ebenso vergilben Ihre Vorhänge nicht mehr, was sich ebenso auch von den Tapeten und den Fenstern sagen lässt. Sie sehen also, es gibt viele gute Gründe für einen Umstieg. Und wann sagen Sie der Zigarette endgültig Adieu?

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